Archive → Februar, 2010
Neues Schneeballsystem auf Mallorca: Reichtum für alle
Unter dem Namen TVI Express wird das Blaue vom Himmel versprochen. Der Verbraucherschutz warnt vor den Betrügern. Vermeintliche Kooperationsfirmen haben bereits rechtliche Schritte angekündigt
Teure Autos, schnelle Yachten sowie Reise- und Übernachtungsgutscheine im Wert von mehreren tausend Euro – was Anke Klarmann* (*Name geändert) aus Palma von einem Vertriebspartner der Firma TVI Express versprochen wurde, klang verlockend. Alles, was sie dafür tun müsse: einmalig eine Aufnahmegebühr in Höhe von 200 Euro bezahlen und zwei neue Mitglieder anwerben. Weitere Kosten würden nicht anfallen. Dass sich dahinter ein illegales Schneeballsystem versteckt, ahnte Anke Klarmann noch nicht.
„Der Mann wirkte seriös”, sagt sie. Er trug einen Anzug, machte einen gebildeten Eindruck und arbeitet hauptberuflich als Vertreter einer großen deutschen Versicherung auf Mallorca, erinnert sie sich. Allein wegen seines guten Rufes als Versicherungsfachmann habe sie ihm zunächst vertraut.
Allerdings machte es sie stutzig, dass sie noch nichts von der Firma TVI (Travel Ventures International) gehört hatte. Außerdem konnte sie sich nicht vorstellen, wie aus 200 Euro Einsatz nach kurzer Zeit 10.000 Dollar und mehr werden sollten, ohne dass eine greifbare Gegenleistung erbracht wird. Denn außer neue Mitglieder zu rekrutieren, musste nach Aussage des TVI-Werbers keine Leistung erbracht werden.
Klarmann informierte sich im Internet über das Unternehmen. Googles Suchmaschine spuckt nach Eingabe von „TVI Express” mehr als drei Millionen Treffer aus. Viele führen zu Werbeseiten auf Englisch, Deutsch oder Spanisch, auf denen mit großer Schrift und bunten Bildern das Unternehmen präsentiert wird, zum Beispiel www.tviexpress.com.
Auf der Startseite versprechen die Macher finanzielle Freiheit und Reichtum für alle – unabhängig von Ausbildung, Alter und Herkunft. Tausende Menschen aus mehr als 50 Ländern würden bereits mitmachen – Tendenz steigend. Ihre Arbeitszeit könnten sie selbst bestimmen, genauso wie die Partner, mit denen sie zusammenarbeiten wollen. Eine Einkommensgrenze gebe es nicht. Für Anke Klarmann war das zu viel des Guten – die Mallorca-Deutsche lehnte ab.
Andere konnten nicht widerstehen. Timo Meißner* – ebenfalls Versicherungsverkäufer auf der Insel – ist Mitte November eingestiegen. Er zahlte per Kreditkarte 200 Euro und hat mittlerweile seine Eltern sowie einen guten Freund geworben. Durch sein Engagement ist er in der Hierarchie aufgestiegen und hat Gutscheine bekommen. „Die habe ich aber nicht eingelöst, sondern reinvestiert, um noch weiter aufzusteigen.” Das sei lukrativer als sich die vouchers auszahlen zu lassen.
Es gibt aber auch TVI-Mitglieder, die ihre Gutscheine einlösen wollten, aber nicht konnten, zum Beispiel die Schwester eines gewissen „wagemut”. Über mehrere Textbeiträge hinweg berichtet er auf www.gutefrage.net von den Anstrengungen, die sie unternommen hat, um an die Leistungen zu kommen. Er warnt die Nutzer davor, bei TVI Mitglied zu werden: „ (…) Es wird hier ganz übelst mit Hoffnungen von Leuten gespielt, die sowieso schon im finanziellen Aus stehen (…).” Versprochen werde viel, gehalten nichts.
Das sieht Rechtsanwalt Thorsten Meinicke von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ähnlich. „Nach meiner Rechtsauffassung handelt es sich um ein illegales Schneeballsystem.” Das Konzept offenbare die typischen Merkmale: TVI verspreche sehr hohe Verdienstmöglichkeiten und teure Geschenke bei einem verhältnismäßig geringen Einsatz. Zudem werde nicht erklärt, wie das alles finanziert werden soll.
Meinicke kritisiert zudem, dass sich die Verantwortlichen nicht zu erkennen geben. Auf der offiziellen Seite tauchen zwar die Kontaktdaten eines vermeintlichen Ansprechpartners in Zypern auf. Allerdings ist nicht ersichtlich, in welcher Funktion die genannte Person auftritt oder ob sie überhaupt ein Mitarbeiter von TVI ist. Darüber hinaus führt die angegebene Telefonnummer jeden Anrufer in ein anonymes Callcenter nach England.
Auch für Pressevertreter sind TVI-Repräsentanten nicht zu sprechen. Eine Anfrage der Mallorca Zeitung blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Selbst der Werber von Anke Klarmann hält sich bedeckt. Gegenüber der MZ wollte er über TVI und sein Engagement nicht reden: „Das ist Privatsache.”
„Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das alles ein großer Betrug”, sagt Meinicke. Nach Auffassung des Rechtsexperten täuschen die Hintermänner des Systems die potenziellen Mitglieder über deren – nicht bestehende – Ertragschancen und motivieren sie auf diese Weise, Geld zu investieren. Vermutlich würden die Verantwortlichen gewerbsmäßig handeln und möglicherweise die Absicht haben, sehr viele Menschen zu betrügen. Laut Paragraph 263 Strafgesetzbuch droht ihnen für diesen Betrug eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.
Darüber hinaus greife Paragraph 16, Absatz 2 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Demnach könnten die Anbieter nach einer Anklage wegen „strafbarer Werbung” zu einer hohen Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verurteilt werden.
TVI zu verklagen, hätte aber kaum Aussichten auf Erfolg. „Für 200 Euro lohnt sich der Aufwand nicht.” Nach Meinickes Einschätzung ist das Geld verloren.
Lufthansa, Avis und Marriott hingegen haben rechtliche Schritte eingeleitet, denn TVI wirbt fälschlicherweise mit ihnen als Kooperationspartner. Ihre Logos erscheinen auf Firmenpräsentationen, gemeinsam mit anderen namhaften Unternehmen aus dem Reise- und Tourismusbereich. Lufthansa hat mit ihrer Schwestergesellschaft Swiss nach Aussage einer Sprecherin zuvor bereits versucht, TVI abzumahnen. „Leider war es bisher nicht möglich, an die Firma heranzukommen, da Briefe als unzustellbar zurückgekommen sind.”
Das System von TVI Express: Ohne neue Mitglieder bricht es zusammen
Travel Ventures International (TVI) verspricht seinen Mitgliedern unbegrenzte Verdienstmöglichkeiten. Doch zunächst muss jedes neue Mitglied eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 200 Euro zahlen. Dadurch rutscht es in ein hierarchisch aufgebautes Empfehlungssystem, das aus zwei Bereichen besteht, sogenannten boards, die wie Baumdiagramme aufgebaut sind: Die neuen Mitglieder stehen auf der untersten Stufe, die alten Hasen entsprechend weit oben – je nachdem, wie viele Personen sie schon geworben haben.
Um in diesem System aufzusteigen, muss jeder mindestens zwei weitere zahlungsfreudige Mitglieder für TVI gewinnen. Die wiederum werden angehalten, das Gleiche zu tun. Dadurch wächst die Gruppe. Wie schnell, hängt vom Engagement ihrer Mitglieder ab beziehungsweise von der Bereitschaft der Außenstehenden, dem System beizutreten. Beide Faktoren beeinflussen auch die Geschwindigkeit, mit der ein Mitglied aufsteigt. Wenn die Gruppenmitglieder immer wieder neue Personen anwerben, haben sie irgendwann beide Bereiche durchlaufen.
Nach jedem Aufstieg soll es einen Geldgutschein geben, erst 500 Dollar, dann 10.000 plus einen Reisegutschein im Wert von 5.000 Dollar. Später würden Laptops, Luxusautos, Yachten und Privatjets folgen. Sogar fürstliche Gehälter werden versprochen.
Das Problem am System: Es läuft nur, wenn immer wieder neue Mitglieder geworben werden, die bereit sind, die Aufnahmegebühr zu bezahlen. Versiegt diese Geldquelle, bricht das ganze System zusammen und die meisten gehen leer aus. Gewonnen haben höchstens jene, die von Anfang an mitgemacht haben und ganz oben in der Hierarchie stehen – also vermutlich nur die Gründer.
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Auch 2010 ist Mallorca hochattraktiv
Das exklusive mediterrane Ambiente auf Mallorca, die gute Erreichbarkeit per Flugzeug und das besonders in den Sommermonaten sehr beständige Wetter machen Mallorca auch in 2010 extrem attraktiv für potentielle Käufer von Luxusimmobilien Und Luxusfincas.
Mallorca ist die Insel, für alle, die es gerne warm und sonnig haben. Dabei wird die Wunschimmobilie auf Mallorca äusserst gerne auch als reine Ferienresidenz genommen. So hört man von einigen russischen Neubürgern auf Mallorca, die millionenschwere Residenzen erworben haben, sich aber nur 1 oder 2 Wochen im Jahr auf der Ferieninsel aufhalten.
Der mallorquinischen Stil im Inselinneren ist vielen Immobilienbesitzern in diesem hohen Preissegment dabei nicht so wichtig.
Derzeit bewegt den Luxusimmobilienmarkt die Jagd nach der teuersten Immobilie Mallorcas. Wie man hört hat gerade ein Russe es abgelehnt den Kaufvertrag zu unterschreiben weil man ihm nicht garantieren konnte, dass es sich bei dem Objekt um die teuerste Immobilie Mallorcas handelte. Der Kaufpreis betrug nur 15 Millionen eur.
Luxusimmobilien auf Mallorca gefragt wie nie
Mit einem Presseartikel aus der Feder eines bekannten Maklers auf Mallorca haben wir es in “Google News” geschafft.
Siehe hier.
Wo sind die schönsten Luxusimmobilien auf Mallorca?
Exklusive Luxusimmobilien gibt es auf Mallorca viele: Luxus Fincas in Port Andratx, Herrenhäuser in Santa Ponsa, Villen in Bendinat, Penthouses in SonVida und Luxusyachten an der Sol de Mallorca.
Die Engländer sagen dazu Luxury real estate. Wir sagen: Mallorca Immobilien kaufen und verkaufen! Unsere Partner werden Ihnen dazu entsprechende Angebote machen von schönen Immobilien auf Mallorca.
Nicht wenige Luxusimmobilien, besonders im gehobenerer Segment, werden aus Diskretionsgründen exklusiv gehalten und man findet sie nicht auf Maklerseiten.
Auf Ibiza gibt es auch einige exklusive Objekte aber die wertvollen Luxusimmobilien Mallorcas in Andratx, Son Vida, Sol de Mallorca, Santa Ponsa sind kaum zu übertrumpfen an Schönheit, Klasse, Stil und Eleganz.
Mallorca – Wohnen direkt am Strand in Luxusimmobilie
Viele potentielle Immobilienkäufer auf Mallorca haben lange voller Neid auf die Eigentümer von genehmigten Strand-immobilien geschaut. Durch das spanische Küstenschutzgesetz und der radikale Aufkauf von erschliessbaren Grundstücken am Strand war der Markt recht klein geworden. Dank der sogenannten Krise von der jeder ständig spricht anstat etwas mehr zu tun als gerade notwendig ist und somit gerade jetzt in der “Krise” noch besser dazustehen als vorher;), sind nun etliche spanische Bauträger gezwungen das gut versteckte Tafelsilber auf den öffentlichen Immobilien-Markt zu verschleudern um mit den Erträgen daraus die furchtbar schlechten Zeiten zu überdauern (furchtbar schlecht für die Leute die nicht genug Ideen und Kreativität haben um auch in einer Krise grosse Erfolge zu feiern). Für diese Bauplätze direkt am Strand benötigt man sonst die Bauerlaubnis des Umweltministeriums, die offenbar erteilt wird weil diese Immobilien sich in bestimmten Zonen befinden. Jedenfalls ist das fast wie Geburtstag und Weihnachten an einem Tag, solange die Anbieter dieser Immobilien dringend Geld brauchen. Wenn sie wieder solide sind und genug Rücklagen haben dann werden diese Immobilien schnell vom Markt verschwinden. Gute Lagen sind nicht kopierbar, es zeigt sich über die letzten Jahrzehnte, dass gerade die Immobilien direkt am Meer am werthaltigsten waren, anders als Immobilien die weiter im Landesinneren liegen und nicht so sehr im Wert gestiegen sind. Von daher heisst es von uns: Siehst du morgens das Meer, dann fällt dir auch der Verkauf nicht schwer!
